Wirtschaft und Recht

Unsere Lehrkräfte:

Andrea Gemassmer
Eva Gruber
Martin Hallas


Ökonomische Bildung ist ein „unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung“, so sieht es die Kultusministerkonferenz  (KMK), deren Mitglieder die Lehrpläne der einzelnen Bundesländer erlassen. Doch wer ein deutsches Gymnasium besucht, verlässt es in der Regel als ökonomischer Analphabet (Die Zeit Nr. 8/2013). Lediglich in Bayern und Thüringen wird der ökonomischen Grundbildung an den Gymnasien in Form eines eigenständigen Unterrichtsfaches Rechnung getragen.

In Bayern gibt es das Fach Wirtschaft und Recht seit etwa Mitte der 70er Jahre. Mit Einführung des G8 wurde seine Stellung ausgebaut. Im sprachlichen sowie naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium wird Wirtschaft und Recht in den Jahrgangsstufen 9 und 10 nun jeweils zweistündig unterrichtet, in der Qualifikationsphase sind es ebenfalls jeweils zwei Stunden in Q11 und Q12.

In der Mittelstufe werden im Bereich Wirtschaft grundlegende Kenntnisse zum Verständnis der komplexen Wirtschaftsprozesse in der heutigen globalisierten Welt vermittelt.
Im Bereich der Rechtslehre stehen die Rechtsgeschäfte des täglichen Lebens wie zum Beispiel der Kaufvertrag und Pflichtverletzungen desselben im Mittelpunkt. Hier lernen die Schüler auch ihre Rolle als Minderjährige kennen und entwickeln ihr Bewusstsein für die Rechte und Pflichten des Einzelnen.


Workshop Finanzkompetenz

Über Schulden redet man nicht – oder sollte man vielleicht doch?

Am Montag, 19.11.2018 besuchte Matthias Bultmann von der Herzogsägmühle Schongau alle 9. Klassen des Gymnasiums Buchloe, um mit uns unter anderem über unser Konsumverhalten, und Verschuldung zu sprechen.

Zuerst wurde über das Konsumverhalten der Schüler diskutiert. Außerdem wurde der Umgang mit Geld besprochen und anschließend erläutert, worauf man beispielsweise beim Abschluss eines Handyvertrags achten sollte. Zudem wurde der Unterschied von Überschuldung und Verschuldung erklärt, sodass bei unterschiedlichen finanziellen Problemen die bestmöglichen Wege zur Behebung der Problematik eingeleitet werden können. Deshalb zeigte Herr Bultmann den Schülern, anhand eines Beispiels, wie es zu Überschuldung kommen kann, was man dagegen tun kann und wo man sich in solch einer Situation Hilfe suchen kann. Vor allem aber sollte man keine Rechnungen einfach ignorieren oder ungeöffnet in den Papierkorb wandern lassen!

Nach zwei informativen und interessanten Schulstunden verabschiedete sich Herr Bultmann in der Hoffnung, dass die Schüler hilfreiche Informationen mit nach Hause nehmen können.

Jolanda Hermann


Praktikum

Im Zusammenhang mit Ausbildung und Berufswahl absolvieren alle Schüler der 9. Jahrgangsstufe am Ende des Schuljahres ein 5-tägiges verpflichtendes Betriebspraktikum.

Anschreiben und Formulare zum Betriebspraktikum

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Schulbuch

Am Gymnasium Buchloe arbeiten wir mit dem Schulbuch Saldo des Westermann-Verlags:

Saldo 9: ISBN 978-3-14-116209-7
Saldo
10: ISBN 978-3-14-116210-3


Lehrplaninhalte und Grundwissen

Grundwissen der Jahrgangsstufen 9 und 10

PDF-Datei, 688 KB
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Lehrplanbezüge Jahrgangsstufen 9 und 10

Ausgehend von ihrer eigenen Erfahrungswelt setzen sich die Schüler in der Jahrgangsstufe 9 mit wirtschaftlichen und rechtlichen Problemstellungen in privaten Haushalten und Unternehmen auseinander. Damit werden sie an zentrale Kategorien ökonomischen Denkens herangeführt. Sie lernen, reflektierte Entscheidungen beim Konsum, beim Umgang mit Geld und bei der Berufswahl zu treffen, und erhalten Einblicke in wichtige unternehmerische Entscheidungsprozesse. Sie erkennen die Funktionen des Rechts und entwickeln ein Bewusstsein für die Rechte und Pflichten des Einzelnen.   

Schwerpunkte der Jahrgangsstufe 9:  

  • Bewusststein, dass die Knappheit von Ressourcen rationale Entscheidungen erfordert: Produktionsfaktoren, Wirtschaftlichkeitsprinzip, Erfolgsrechnung, Rentabilität, Nachhaltigkeit
  • Erkennen, wie Arbeitsteilung die wirtschaftliche Nutzung von Ressourcen fördert: Entwicklung von Berufen, Spezialisierung, Geld als Tauschmittel
  • Kenntnis wichtiger rechtlicher Gestaltungsmöglichkeiten und Begriffe: Vertrag, Sachmangel, Geschäftsfähigkeit, Besitz, Eigentum, Wahl der Rechtsform zur Haftungsbeschränkung, Schutz- und Ordnungsfunktion des Rechts
  • Methoden wirtschaftlicher Entscheidungsfindung: Kriterien rationaler Konsum-, Anlage-, Berufswahl- und Gründungsentscheidungen, Auswahl geeigneter Zahlungsarten
  • mit Fachtexten arbeiten: Rechtsnormen anwenden
  • in Modellen denken: Aufbau einer einfachen Bilanz
  • Arbeit organisieren: korrekt bewerben, einfache Geschäftsprozesse strukturieren
  • problemorientierter Einsatz der Informationstechnologien, Graphiken auswerten und erstellen

Während in der Jahrgangsstufe 9 die einzelwirtschaftliche Perspektive im Vordergrund stand, weitet sich in der Jahrgangsstufe 10 der Blick auf gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge in der Bundesrepublik Deutschland, in Europa und in der Welt. Bei der Anwendung wichtiger volkswirtschaftlicher Modelle üben die Schüler das Denken in Systemen. Sie lernen die soziale Marktwirtschaft als Rahmen für wirtschaftliche Entwicklung und persönliche Entfaltung kennen. Vor dem Hintergrund der Grundelemente der sozialen Marktwirtschaft erörtern sie aktuelle Problemstellungen, z. B. der Besteuerung und der sozialen Sicherung, und erlangen so Urteils- und Entscheidungsfähigkeit in aktuellen wirtschaftspolitischen Fragen. Die Schüler erfahren, wie ihr Leben von der zunehmenden weltwirtschaftlichen Integration beeinflusst wird, und entwickeln gerade auch in der Auseinandersetzung mit Fragen der Globalisierung ein Bewusstsein für wirtschaftsethische Fragestellungen.  

Schwerpunkte der Jahrgangsstufe 10:

  • Verstehen, wie Entscheidungen von Haushalten und Unternehmen durch Märkte koordiniert werden: Markt, Koordinationsaufgaben, internationale Arbeitsteilung, Wechselkursbildung ·       
  • Erkennen, wie der Staat auf vielfältige Weise in das Marktgeschehen eingreift: Grundelemente der sozialen Marktwirtschaft, Einkommensumverteilung, Staatshaushalt, Sozialversicherung, Subsidiarität, Solidarität
  • Einsicht, dass rechtliche Regelungen wesentliche Rahmenbedingungen des Marktgeschehens bilden
  • Bewusstsein für die sozialen, politischen und ökologischen Folgen ökonomischer Entscheidungen: Grenzen und Risiken der Lenkung durch den Markt, Folgen des Welthandels 
  • Einsicht in Chancen und Risiken internationaler Arbeitsteilung: Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, Binnenmarkt; weltwirtschaftliche Verflechtung
  • Anwenden von Markt- und Kreislaufmodell in Fallbeispielen
  • Beurteilen von ökonomischen Entscheidungen unter den Gesichtspunkten Gerechtigkeit und Effizienz
  • Beschaffen, Auswerten, Aufbereiten und Präsentieren von gesamtwirtschaftlichen Daten